Vom Leben.
Und vom Abschied.

Porträt

Ich suche nach dem Menschen, der in Ihren Erzählungen sichtbar wird.

Sie erzählen mir von einem Menschen, den Sie geliebt, begleitet und erlebt haben.

Von Erinnerungen.
Von Eigenheiten.
Von Nähe.
Vielleicht auch von Widersprüchen.

Ein Mensch ist mehr als das, was in wenigen Worten erzählt werden kann.

Ein ansteigender Weg in offener Landschaft

Der Weg

Was Sie mir anvertrauen, behandle ich mit Sorgfalt.

Aus Ihren Erzählungen darf ein Bild entstehen, dem ich mich offen und wertfrei nähere.

Nicht alles, was Sie mir anvertrauen, findet seinen Platz in der Rede. Aber es kann für mich wichtig sein, um diesen Menschen besser zu verstehen.

Aus diesem Bild darf eine Rede entstehen, die diesem Menschen gerecht wird.

Auf dem Weg

Ich gehe nicht voraus.

Sie bringen Ihre Erinnerungen, Ihre Beziehung und das mit, was dieser Verlust für Sie bedeutet.

Ich höre, frage nach und lasse auch das stehen, was sich nicht auflösen lässt.

Ich übernehme Verantwortung für den Teil, den Sie mir anvertrauen.

Nicht, um diesem Weg eine Richtung zu geben. Sondern um Raum zu schaffen für einen Abschied, der aus diesem Leben und Ihren Erzählungen entstehen darf.

Mein Weg

Was ich heute über Begleitung weiß, ist gewachsen.

Aus meinem eigenen Leben.
Aus Begegnungen mit Menschen.
Aus Abschieden.
Aus Vertrauen.
Und aus der Verantwortung, die damit verbunden ist.

Ich habe gelernt, dass ein Mensch nicht auf wenige Eigenschaften, Daten oder Erinnerungen reduziert werden kann.

Und dass Begleitung nicht bedeutet, Antworten zu haben.

Sondern offen genug zu bleiben, damit sich etwas zeigen darf.

Wenn Sie möchten,
sprechen wir miteinander.